Ab September übernimmt Helen Pracht die Leitung des Schülerreferats Mannheim. 27 Jahre jung, aufgewachsen in Wernau, ist die studierte Sozialarbeiterin mit einem Rucksack voller Erfahrung aus der Miniarbeit und der Erlebnispädagogik in der Quadratestadt schon bestens gestartet. Denn diese Stelle im Schülerreferat gestaltet sich nicht als Sprung ins kalte Wasser, sondern ist ein Ankommen.
Neues Kapitel. Gleiche Mission.
>>> Helen Pracht und Joschi Kratzer gestalten gemeinsam den Übergang im Schülerreferat
Diese Zuversicht teilen Pracht und Kratzer. Schon jetzt gibt es zahlreiche Anfragen für das kommende Schuljahr nach den Sommerferien. Kratzer ist überzeugt, dass die Stelle bei Helen in guten Händen ist. Und sie selbst profitiert von der intensiven Einarbeitung. „Das ist nicht selbstverständlich. Diese Zeit hilft enorm.“
Helen Pracht arbeitet bereits seit Januar an der Seite von Joschi Kratzer. Seit rund 30 Jahren prägt er die katholische Jugend-Bildungsarbeit in Mannheim. Für viele ist er längst eine Institution. Der „alte Hase“, wie seine Nachfolgerin lachend sagt, kennt nicht nur Strukturen und Netzwerke – sondern auch die Dynamiken in Klassenzimmern, bei Krisengesprächen und hinter Konzeptpapieren.
Kratzer traue ihr viel zu, gebe ihr gleichzeitig organisatorische Tipps und öffne Türen. „Er ist unheimlich gut vernetzt“, so Pracht. „Ich bin gut begleitet, bekomme viel erklärt und finde das alles total spannend.“ Die lange Übergangszeit erleben beide als Geschenk.
>>> Zwei Perspektiven, ein Ziel: gute Angebote für Jugendliche.
100 Prozent harmonisch - im Sinne von „immer einer Meinung“ - ist das Miteinander nicht. Aber genau das mache die Zusammenarbeit so stark. „Es gibt durchaus fachliche Diskussionen“, sagt Pracht. „Joschi schaut aus der Psychologie auf die Dinge, ich aus der Sozialen Arbeit. Und manchmal entscheidet dann auch einfach der Praxistest.“
In Mannheim ist die künftige Leiterin des Schülerreferats keine Unbekannte: Im Café Anker hat sie bereits mit angepackt, zugehört, Begegnung ermöglicht. „Ich freue mich total, jetzt an einem Platz zu sein, an dem Kirche für Jugendliche außerhalb von Gottesdiensten sichtbar und erlebbar wird“, sagt sie. Man merkt schnell, dass dieser Beruf ganz nach ihrem Geschmack ist.
Ihr Wunsch, „in der Bildungsarbeit tätig zu sein“, gehe damit in Erfüllung, stahlt die 27-Jährige.
Ihr Wunsch, „in der Bildungsarbeit tätig zu sein“, gehe damit in Erfüllung, stahlt die 27-Jährige.
Dass das Arbeitsfeld komplex ist, hat Helen schnell gemerkt. Zwischen Ostergarten, der gerade erst abgeschlossenen Jugendwahl und Akutterminen an Schulen ist der Kalender immer gut gefüllt. „Es ist eine sehr vielfältige Arbeit“, sagt sie. „Und manchmal auch herausfordernd. Aber vor allem genau „ihr Ding.“
Diese Zuversicht teilen Pracht und Kratzer. Schon jetzt gibt es zahlreiche Anfragen für das kommende Schuljahr nach den Sommerferien. Kratzer ist überzeugt, dass die Stelle bei Helen in guten Händen ist. Und sie selbst profitiert von der intensiven Einarbeitung. „Das ist nicht selbstverständlich. Diese Zeit hilft enorm.“
Was bleibt, ist mehr als ein klassischer Stabwechsel. Es ist ein Miteinander zweier Generationen, zweier Fachrichtungen – und zweier Personen, die ihre je eigene Haltung in die Arbeit einbringen. Oder, wie Helen es sagt: „Wir bringen beide uns selbst mit in den Job.“ Und genau darin liegt vielleicht die größte Stärke des Schülerreferats: Kirche ist thematisch und persönlich so ganz nah dran am Alltag von Jugendlichen. (schu)
